Tag 22 / Shanghai und das zweithöchste Gebäude der Welt

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Unser Zug kommt um 10.19 Uhr in Shanghai an. Zunächst sind wir etwas verwirrt, über die wenigen Menschen und den quasi nicht vorhandenen Verkehr. Dies ändert sich jedoch schnell als wir uns in den Autoverkehr der Hochstraße einordnen und im zweiten oder dritten Stock durch den Wald der Hochhäuser Richtung Stadtzentrum vorarbeiten. Da das Wetter uns weiterhin hold ist (was in China ganz anders gesehen wird, denn hier wird Landschaft viel lieber bei Regen und mit ziehenden Nebelschwaden betrachtet) fahren wir sofort zum Shanghai Tower. Die 547 Meter bis zur Aussichtsplattform überwinden wir im Aufzug in beeindruckenden aber kaum spürbaren 54 Sekunden. Jetzt sind wir definitiv in der Megacity des Ostens angekommen! Unter uns der Bogen des Huangpu Flusses mit einer nicht abreißenden Kette von Flussschiffen. Zu unseren Füßen die Hochhauscluster von Pudong, dem vor 20 Jahren noch unbebauten Flussland gegenüber dem Bogen des Westufers, dem „Bund“. Dies ist eine aus dem Indischen kommenden Bezeichnung für Damm für die Promenade entlang der Kolonialniederlassungen der Franzosen, Engländer und Japaner aus dem vorvorigen Jahrhundert.

Shanghai ist jetzt die Finanzmetropole Chinas und der Industriestandort neben dem Pearl River Delta nahe Hongkong. Hier werden fast alle europäischen und internationalen Marken für den chinesischen und europäischen Markt produziert. Die Stadt ist ein Fleckerlteppich von Abriss und Neubau in großem Stil. Aller Grund und Boden gehört dem Staat. Gegen einen dem „Grundpreis“ entsprechenden Betrag, kann jeder Investor das Grundstück 70 Jahre lang nutzen. Dann fällt das Nutzungsrecht an den Staat China zurück. Allerdings wird dies erst in 30 Jahren das erste Mal schlagend und man wird sehen wie das im Konkreten gehandhabt wird. Der Ausblick, die Dimensionen von oben und anschließend bei einer Flussrundfahrt von unten sind atemberaubend. Klick – Klick – Klick geht der Fotoapparat.

Dazwischen gab es Mittagessen in der „Altstadt“ und zum Yang das Ying, die kleine Dimension: vorbei an Geschäften und über die Zik-Zak-Brücke erreichen wir den Yu Garten. Gebaut im Jahr 1559, ist er ein Musterbeispiel der chinesischen Gartenbaukunst. Kleinste, bildartig inszenierte Räume, von Mauern getrennt, durch Tore und Durchblicke verbunden, würden eine Gegenwelt abbilden, wenn wir Touristen, Chinesen wie Langnasen nicht so zahlreich anwesend wären. Und in den Gassen rundherum alles nur Konsum. Danach fahren wir in unser Hotel Sunrise on the Bund. Es hält uns aber nicht lange in den Zimmern und wir eilen hinaus auf die Uferpromenade, lassen uns von den Lichtinszenierungen der Skyline am gegenüberliegenden Flussufer beeindrucken und dann in der Nanjing Road, einer der großen Einkaufsstraßen, mit den Massen im Strom treiben.

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