Tag 19 / Teeplantage in Guilin – Floßfahrt am Li Fluss/Yangdi inklusive Kartskegelberge und erste Nacht in Yangshuo

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Vormittags fahren wir zurück nach Guilin, diesmal auf der Autobahn und finden dort zwischen den Häusern der Vorstadt eine Teeplantage mit angeschlossenem Forschungsinstitut. Wir erhalten eine interessante Demonstration des Zusammenhangs von Blattgröße und Tee-Qualität beim Pflücken, sowie über die weitere, händische Bearbeitung. Es folgen eine Verkostung und Produktpräsentation als Vorbereitung auf die unvermeidlich folgende Passage durch den Verkaufsshop.

Guilin mutet durch seine Lage am Fluss und zwischen ersten Karstkegeln fast wie eine europäische Stadt an, die ihren ursprünglichen Maßstab in der Innenstadt behalten hat. Das Klima hier ist auch Ende Oktober noch sehr mild. Wir haben Sonnenschein und 25 Grad.

Nach dem Mittagessen fahren wir 1 Stunde bis Yangdi, eine der schönsten Stellen am Li Fluss. Der Tag ist fortgeschritten und wir sind die letzten Touristen. Alles verläuft ruhig, die Bootsführer versammeln sich, eine kurze Diskussion über das Trinkgeld, das im Vorhinein verlangt und bezahlt wird, führt zu einer Verzögerung. Auf kleinen Floßen für je 4 Personen mit einem langen Außenbordmotor tuckern wir flussabfwärts. Links glühen die pitoresken Kegelberge in der Abendsonne auf, während rechts die Silhouetten als Kegelschnitte im Gegenlicht erscheinen. Bambus säumt die Ufer und mit dem abnehmenden Licht kommt ein Gefühl auf, das an die Filmsequenz der Flussfahrt im Film „Apokalypse now“ erinnert. Aufbruch ins Ungewisse! Nach 50 Minuten wenden wir und navigieren vorsichtig mit einer Flotte von großen Ausflugsbooten über die Untiefen zurück. Frischer Wind kommt auf und als wir im Bus sitzen wird es schon dunkel.

Nach einer Stunde bestaunen wir das quirrlige Nachtleben von Yangshuo. Bunte Lichter und Garküchen, hotelgesäumte Straßenfluchten, hinter denen von Zeit zu Zeit geheimnisvoll Felswände auftauchen. Wir lassen das bunte Treiben links liegen und fahren in das nahe Dorf am Fluss. Ein großer Kampferbaum weist uns den Weg zu unserem Quartier „The giggling tree“ das wir durch ein Bilderbuchtor betreten. Sieben ehemalige Bauernhäuser, aufgereiht um einen Hof wurden hier von niederländischen Reiseführern in einfacher Form adaptiert und eine kleine europäische Enklave geschaffen. Ein paar Schritte vor das Haus zu später Stunde, dunkle Nacht und umgeben von Kegelbergen im Mondlicht. Die allgemeine Betriebsamkeit von China scheint weit weg.

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