Tag 18 / Reisterrassen rund um das Bergdorf Ping’An

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Im Bergdorf Ping’an, das von der Zhuang und der Yao Minderheit bewohnt wird, wachen wir in der wunderbare Welt der Longji Reisterrassen (übersetzt bedeutet das Drachenrücken) auf. Verglichen mit Peking und Xian ist das ein Sprung in eine andere Welt. Das Dorf klebt wie ein Vogelnest am steilen Berghang, der von unendlich vielen bis zu 1 m schmalen Reisterrassen wunderschön geometrisiert und in ein lineares Ornament verwandelt wird. Ping‘an ist autofrei und es ist kaum vorstellbar, dass all die neuen oder in Bau befindlichen Gebäude samt ihren Ausstattungen von A bis Z vom Parkplatz von Mensch und Tier heraufgetragen wurden. Wir wandern frühmorgens noch ein gutes Stück hinauf, umkreisen das Dorf auf von Platten gepflasterten Wegen von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Dann geht es weiter auf schmalen Wegen zu den Nachbardörfern. Durch kleine Täler und üppige Wälder entlang treffen wir immer wieder auf kleine Bäche, abgelegene Reisterrassen und verstreuten Grabmäler mit den Spuren der Totenverehrung z.B. in Form von Papiergeld. Die geschäftstüchtigen Yao-Frauen versuchen an dem, hauptsächlich chinesischen, Tourismusboom zu partizipiere und wenn es nur in der gekonnten Präsentation ihrer Haartracht ist, die sich durch ihre Länge und ihr tiefes Schwarz bis ins hohe Alter auszeichnet und mit ihrer bunten Tracht hochgesteckt getragen wird. Es gibt aber auch die anderen Zeichen der nahenden Zivilisation: die neuen Zufahrtsstraßen, die im Grün der Landschaft tiefe Narben hinterlassen und auf denen überladene LKWs mühsam die Güter heraufbefördern, während die Einwohner aus den weniger begünstigten Siedlungen in die Stadt abwandern. Nach 5 Stunden kurzweiliger Wanderung kommen wir im Zielort an und werden mit dem „Tälerbus“ mit neuer Bestzeit nach Ping‘an zurückgefahren. Nach einem kurzen Regenerationspäuschen geht es für die Interessierten in die Küche, wo wir an der Zubereitung von Teigtaschen und Bambusreis mitwirken. Letzterer wird mit gewaschenem, 30 min eigeweichtem Reis in Bambusrohre zusammen mit etwas Sojawasser gefüllt und ca. 20 Minuten über offenem Feuer gebraten. Serviert wird Reis, dem Risotto nicht unähnlichen, im aufgespaltene Bambusrohr.

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