Tag 11 / Peking: Tiananmen, Verbotene Stadt und Himmelstempel

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Heute erkunden wir die Hauptstadt Chinas mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir fahren zuerst zum Tiananmen Platz (Platz des himmlischen Friedens), dem größten Platz der Welt, eine beein­druckende riesige Pflastersteinwüste mit dem Mao-Mausoleum. Während der Kulturrevolution nahm Mao Zedong hier die Paraden von bis zu 1 Million Menschen ab. Der Platz hat 1989 traurige Berühmtheit erlangt, als die Volksbefreiungsarmee die friedlich demonstrierende Demokratie­bewegung brutal vom Platz drängte und dabei in den umliegenden Straßen viele Menschen ihr Leben lassen mussten (eine genaue Zahl ist nach wie vor nicht bekannt).

Die U-Bahn ist am Sonntag schon ziemlich voll, wie wird es dann erst unter der Woche sein, wenn die Menschenmassen darin zur Arbeit fahren. Vor jeder U-Bahn-Station gibt es strenge Kontrollen wie am Flughafen und überall ist wieder der Staat präsent. Unglaublich. Auch am Tienanmen muss man durch strenge Kontrollen. Wir haben Glück und können heute auf den Platz. In den letzten Tagen war er wegen des Parteitags überhaupt gesperrt.

Einige von uns lassen es sich nicht entgehen und statten dem einbalsamierten Mao in seinem Mausoleum einen Besuch ab. Ein sehr schräges Gefühl, am Leichnam dieses Menschen vorbeizugehen, um den in China noch immer ein Staatskult betrieben wird und von dem viele Chinesen nicht wissen, was er alles getan hat.

Von dort aus spazieren wir durch das Tor des himmlischen Friedens in den Kaiserpalast, auch Verbotene Stadt genannt. Die größte Palastanlage der Welt diente insgesamt 24 chinesischen Kaisern aus der Ming- und Qing Dynastie als Residenz. Wir können natürlich nur einen Bruchteil der 9999 Raumeinheiten besichtigen. Bei schönem Wetter können wir den Jingshan Hügel besteigen, von oben hat man einen wunderschönen Blick über die goldenen Dächer des Kaiserpalastes und die Innenstadt.

Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem öffentlichen Bus (jetzt sind wir schon richtige Öffi-Profis) zum Himmelstempel, der im 15. Jh. errichtet wurde. Die 38m hohe Halle der Ernteopfer ist eine komplette Holzkonstruktion ohne einen einzigen Nagel und gilt als der schönste Sakralbau Chinas. Heutzutage ist die Parkanlage des Himmelstempels ein beliebter Treffpunkt für die Pensionisten, die hier Karten spielen, Kalligraphie üben, tanzen und musizieren. Eine wunderschöne Anlage. Und jetzt kommt auch die Sonne wieder.

Am Abend gehen wir gemeinsam Peking-Ente essen in einem sehr feinen Lokal, das Lin ausgesucht hat. Wir essen alles von der Ente, sogar die Schwimmhäute – das erfuhren wir zum Glück aber erst im Anschluss. und der Darm war zu gummelig. Insgesamt schmeckt es uns aber sehr gut und auch das Ambiente in einem großen Separee mit 2 riesigen runden Tischen ist wirklich schön.

Zur Verdauung gehen wir zu Fuß zurück zum Hotel und noch einmal über den jetzt wunderschön beleuchteten Tienanmen-Platz. Das dauert schon ungefähr eine Stunde, tut uns aber wirklich gut.

Ach ja, WhatsApp, Facebook & Co. funktionieren in China nicht, sind einfach gesperrt. Und auch das Befüllen des Blogs ist nicht ganz einfach.

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